Acer Iconia Tab A100 Testbericht

Am Dienstag habe ich mein Acer Iconia Tab A100 bekommen und habe mir mittlerweile ein Bild von dem 7″ Tablet gemacht. Die Verarbeitung des Geräts ist wirklich gut, das glänzende Gehäuse ist zwar anfällig für Fingerabdrücke, fühlt sich aber hochwertig an. Das Gehäuse lässt sich nicht eindrücken und liegt wirklich gut in der Hand. Man muss aber vorsichtig sein, denn ich nehme stark an, dass Kratzer ziemlich schnell entstehen, wenn man nichtaufpasst. In meinem ersten Hands On Video konntet ihr euch einen ersten Eindruck machen, der anfängliche Optimismus ist nun leider ein wenig gewichen.

Die Anschlüsse befinden sich auf der rechten Seite unter dem Home Soft-Touch-Button, welcher mir persönlich sehr gefällt. Ich habe mich beim Transformer oft erwischt, wie ich automatisch mit dem rechten Daumen diesen Knopf gesucht habe. Es besitzt einen Micro-HDMI-, Dock- und Micro-USB-Anschluss. Weiterhin sind zwei Lautsprecher, ein Reset-Knopf und die Buchse für das Netzteil auf dieser Seite.

Auf der oberen Seite befindet sich unter eine Abdeckung der microSD-Karten Slot und beim A101 UMTS-Modell der SIM-Karten Slot. Außerdem sind auf dieser Seite noch die Lautstärkeregelung und der Rotationsschieber vorhanden.

Die linke Seite bietet Platz für den Kopfhörer Anschluss, den Ein-und-Aus-Schalter, welcher in verschiedenen Farben leuchten kann und das Mikrofon.

Auf der Unterseite ist nichts mehr zu finden.

Das Gehäuse auf der blauen Rückseite wird von einem schönen Muster durchzogen und peppt das Tablet etwas auf, es bietet Platz für die 5MP Kamera und einen Blitz.

Die Front biete dem 7″ großen TFT-Display platz, welches eine Auflösung von 1024 x 600 Pixeln besitzt. Leider bleibt somit nicht sehr viel Platz für Widgets, die Android schon ausmachen, da würde ich mir eine höhere Auflösung wünschen. Außerdem sind die Blickwinkel eher schlecht, dazu komme ich aber später noch.

Den Home Soft-Touch-Button benötigt man bei Android Honeycomb zwar nicht mehr, mir leistet er aber wirklich gute Dienste. Wie beim Smartphone benutze ich diesen lieber als die von Honeycomb auf dem Display. Das liegt wahrscheinlich daran, das er einfach näher am Daumen ist.

Kommen wir nun zum Display, einem von zwei wirklich negativen Punkten. Das Display basiert nur auf der ganz normalen TFT-Technik und bietet nur in bestimmten Blickwinkeln eine gute Farbdarstellung für das Auge. Hier wurde eindeutig der Fokus auf die waagerechte Lesbarkeit gelegt und somit entsteht ein unangenehmer Silberschleier wenn man kleinen Texte in senkrechter Position lesen möchte. Da Text meist schwarz bzw. grau ist, entsteht der folgende Effekt, den ich in einem Foto habe versucht festzuhalten.

Das Foto zeigt den Effekt überspitzt, es entsteht aber genau das, wenn man nicht genau auf das Display schaut. Das kannte ich von meinem Asus Eee Pad Transformer gar nicht, welches ein IPS-Display mit hervorragendem Blickwinkel besitzt. Wenn man das Tablet dann senkrecht hält und lesen möchte, das Tablet aber nicht genau in einem bestimmten Winkel hält, wird es für mich ein wenig unangenehm, besonders bei hellem Hintergrund und kleinem Text.

Ich würde das Tablet sehr viel öfter senkrecht nutzen, weil es einfach diesen genialen Formfaktor besitzt und ich die Buchstaben der Tastatur locker mit beiden Daumen erreichen kann, wenn dieser Effekt nicht wäre. Am Display hätte man hier definitiv nicht sparen soll, aber das kennen wir ja schon vom Acer Iconia Tab A500, dort hält man das Tablet aber eher selten senkrecht, wie ich auch mein Tranformer nur sehr selten so halte.

Im Freien ist das Display nur im Schatten lesbar, ansonsten kann man es vergessen aber das ist bei eigentlich jedem Tablet so. Ich will mir das auch nicht schön reden, das habe ich beim Transformer auch nicht bzw. jedem Smartphone, ich will nicht nur minimal was erkennen. Entweder ich stelle bzw. setze mich in den Schatten und sehe etwas auf dem Bildschirm oder halt nicht. Ansonsten überzeugt das Display in geschlossenen Räumen oder Schatten, denn es ist hell genug und bietet schöne Farben.

Der Akku ist der zweite große Negativpunkt. Ich hatte mir ja gedacht das 5 Stunden schon reichen werden aber es ist einfach zu wenig. Selbst wenn ich es nur ab und zu nutze, ist es an einem Tag leer. Wenn man dann noch eine Runde spielt, was sich bei der Größe und dem Gewicht natürlich anbietet, ist der Akku noch schneller leer. Über diesen Zustand wusste ich zwar vorher bescheid, bin aber doch ziemlich enttäuscht.

Kommen wir nun zu den positiven Seiten, denn davon gibt es natürlich auch einige. Zum einen die Größe und das Gewicht, es liegt super in der Hand und ist auch nicht zu schwer. Ich kann die Tastatur mit beiden Daumen abdecken und kann somit fast wie auf dem Handy schreiben. Außerdem ist die Performance des A100 mit Android 3.2 Honeycomb wirklich sehr gut. Im Tablet arbeitet ein Nvidia Tegra 2 Dual Core Prozessor, welcher von 1GB RAM unterstützt wird. Es sind 8GB interner Speicher vorhanden, welcher aber über eine microSD-Karte aufgestockt werden kann.

Die Bilder der 5MP Kamera sind annehmbar, ersetzen bei Weitem aber keine echte Digitalkamera. Man kann in der Kamera App mit verschiedenen Einstellungen spielen, um ein schönes Foto oder Video zu machen. Da es heute mal nicht geregnet hat, bin ich schnell an den Strand gefahren und habe ein paar Fotos gemacht

Zum Abschluss gibt es noch einmal mein Unboxing und Hands On Video:

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Fazit

Die Größe und das Gewicht sind genial, Android 3.2 Honeycomb rennt wirklich sehr schnell und ich denke es ist die 299€ wert, wenn man die Abstriche in Sachen Akku und Display hinnehmen kann. Was ich mir für die nächste Generation wünschen würde, wäre ein IPS-Display und mindestens 8-9 Stunden Akkulaufzeit. Ansonsten kann das Design und die Performance so bleiben. Dann würde der Preis aber sicher auf 400€ oder mehr steigen. Das erste 7″ Honeycomb Tablet ist zwar nicht perfekt dafür aber sehr günstig.

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