Google Nexus 7 im Test (Videos)

Google Nexus 7 im Test (Videos)

Google und Asus haben mit dem Nexus 7 einen echten Preisbrecher auf den Markt gebracht. Mit seinem 7″ IPS-Display und Nvidia Tegra 3 Quad Core Prozessor ist es im Preissegment von 199 Dollar überdurchschnittlich gut ausgestattet. Der größte Vorteil wird aber auch die Updatepolitik sein, denn das Nexus 7 läuft zwar schon mit der neusten Android 4.1.1 Jelly Bean Version, bekommt aber auch in Zukunft direkt Updates von Google. Nachdem ich mir das Nexus 7 also aus England importiert habe, kam es in den letzten Wochen täglich zum Einsatz. Nun ist es Zeit, euch die positiven aber teilweise auch negativen Erkenntnisse aufzuzeigen.

Hardware und Design

Das Design ist in meinen Augen wirklich sehr gelungen, man hat sich anscheinend wirklich Gedanken gemacht, welche Materialen eingesetzt werden sollen. Die Rückseite ist leicht gummiert, mit einem gepunkteten Profil ausgestattet, wodurch das Tablet gut in der Hand liegt. Es besteht in keiner Situation die Gefahr, dass es einem aus der Hand rutscht. Zudem fühlt sich die Rückseite auch nach längerer Zeit noch sehr angenehm an in der Hand.

Um das Tablet herum ist dann das Display in einem Aluminiumrahmen eingefasst. Auch dieses Element gefällt mir sehr gut, wobei das Display bei meinem Nexus 7 leider nicht fest mit dem Rahmen verbunden ist und somit lästige Knarzgeräusche erzeugt. Ich hab dann versucht die Schrauben besser anzuziehen aber mit der Zeit kam das Problem erneut auf. Ich hab mich daraufhin mit Asus in Verbindung gesetzt und diese wollen das Tablet nun reparieren. Somit wäre auch geklärt, dass importierte Nexus 7 auch in Deutschland die volle Garantie genießen.

Das 7″ große IPS-Display bietet eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln und erzeugt ein wirklich scharfes Bild. Die Helligkeit ist ausreichend gut, um unterwegs oder im Garten etwas auf dem Display zu erkennen. Natürlich spiegelt es wie alle anderen Displays, aber wenn man die Helligkeit auf die höchste Stufe stellt, kann man es immer noch angenehm ablesen. Ein Platz im Schatten ist aber trotzdem zu empfehlen.

Mit nur 10.45mm ist das Nexus 7 relativ dünn, sieht dank der abgerundeten Kanten aber zusätzlich noch schmaler aus. Zudem kann es dank nur 340g locker über eine längere Zeit auch in einer Hand gehalten werden. Wenn es dann ans Spielen geht, macht sich das leichte Gewicht wirklich bezahlt. Natürlich ist auch ein GPS-Chip mit an Board, wobei man den nur sinnvoll nutzen kann, wenn man eine Offlinenavigationsapp hat oder über das Smartphone Verbindung zum Internet aufnimmt.

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Performance & Spiele

Mit dem 1.3GHz schnellen Quad Core Prozessor hat man genug Leistung um jedes Spiel flüssig darzustellen. Natürlich spiele ich auch sehr gerne mit meinem Nexus 7, denn es ist wunderbar leicht und lässt sich somit auch super mit zwei Händen halten. Zudem wird es auch nach längerem Spielen überhaupt nicht warm, das kenne ich von anderen Tegra 3 Geräten schon anders. Teilweise konnte man da das Display nicht mehr berühren, so warm wurde der Prozessor.

Im folgenden Video habe ich einige Spiele ausprobiert, die im oberen Bild zu sehen sind. Natürlich gefallen mir THD-Spiele noch am Besten und so spiele ich aktuell auch fast nur Dead Trigger. Natürlich leidet die Akkulaufzeit unter permanentem Spielen aber ich denke so 4-5 Stunden sind locker drin, wenn das Display nicht mit voller Helligkeit betrieben wird.

Über einen USB-Adapter lässt sich dann auch noch ein USB-Controller anschließen, wodurch man Spiele dann noch besser steuern kann. Leider fehlt eine HDMI-Ausgabe, wodurch man an den 7″ Bildschirm gebunden ist.

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Benchmarks

Die Ergebnisse der Benchmarks:

  • GLBenchmark 2.1.5: 5883 bei 52 FPS
  • NenaMark2: 55.8 FPS
  • CF-Bench: 11711 Punkte
  • Vellamo: 1736 Punkte
  • Quadrant: 3485 Punkte

Software

Pures Android 4.1 Jelly Bean ist angesagt, wobei Google nun beim Nexus 7 einen etwas anderen Weg geht. Der Homescreen ähnelt nämlich dem eines Smartphones und rotiert nicht mit, wenn das Tablet zur Seite gedreht wird. Das man einige stören und man kann da nachhelfen aber ich hatte bisher keine Probleme damit. Ansonsten spürt man die Performance des Tegra 3 und Project Butter an allen Ecken. Es läuft einfach geschmeidig, wie es sein soll.

Wirklich praktisch ist nun auch die Anordnung der Software-Buttons. Diese drehen sich nicht mehr wie beim Nexus 7 auf der Stelle in die richtige Richtung, sondern die komplette Leiste wandert mit. Das hat den Vorteil, das man beim Spielen nicht mehr versehentlich auf den Zurück-Button kommt. Passiert mir auf dem Galaxy Nexus andauernd und nervt einfach nur.

Da die Oberflächen auf dem Nexus 7 und Galaxy Nexus im Grunde gleich sind, hab ich kein neues Video mehr gemacht.

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Kamera

Eigentlich soll man die Frontkamera beim Nexus 7 nur in Apps nutzen können, mit dem Camera Launcher aus dem Play Store bekommt man die Kamera aber auch so zum Arbeiten. Die Qualität der Bilder an sich ist dank 1.3MP nur mäßig, wenn aber Videotelefonieren möchte, reicht es vollkommen aus. Zudem sind alle lustigen Features enthalten, mit denen man Bilder verunstalten kann. So entstehen dann im Freundeskreis eventuell einige interessante Bilder.

Ich hab mal versucht, einige Aufnahmen zu machen:

Akkulaufzeit

Auf die Akkulaufzeit war ich sehr gespannt, im Nexus 7 ist ein 4325 mAh Akku verbaut, welcher für 9 Stunden Videowiedergabe bzw. 10 Stunden Surfen ausreichen soll. Ich kann mich dem ungefähr anschließen, natürlich hab ich das Nexus 7 nicht 9 Stunden am Stück mit einem Video laufen lassen aber ich bin auf fast 4 Tage Laufzeit gekommen mit meiner normalen Nutzung von ca. 2 Stunden am Tag. Dabei ist es ein guter Mix aus Surfen, Spielen und Musik hören. Wenn man natürlich mehrere Stunden am Stück spielt, geht der Akku entsprechend schneller leer. Wäre ein UMTS-Modul verbaut, würde ich es wohl öfter auch unterwegs nutzen aber so bin ich sehr zufrieden damit.

Smart Cover Tasche

Wer sich für ein Nexus 7 entscheidet und eine passende Tasche sucht, sollte sich mal die Smart Cover Tasche von G-Hub ansehen. Für nur 7€ bekommt man ein richtig hochwertiges Cover, welches durch einen Magneten das Tablet aufwecken kann. Somit erspart man sich das Rumfummeln nach dem Einschalter. Bisher hab ich diese Investition auf keinen Fall bereut.

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Fazit

Aktuell gibt es das Nexus 7 noch nicht in Deutschland zu kaufen. Es soll wohl im September für 249€ auf den Markt kommen und wird hier sicherlich sehr viele Käufer finden. Die Entscheidung das Nexus 7 zu importieren war genau richtig, es erfüllt meine Anforderungen total, wobei ich auch nicht krampfhaft versuche damit zu arbeiten. Das funktioniert in meinen Augen aktuell noch nicht mit Android. Zum Spielen, Surfen, Bilder betrachten oder Filme gucken ist es für mich perfekt. Allein das Problem mit dem nicht richtig eingearbeiteten Display im Rahmen lasse ich noch beheben und kann dann in einigen Tagen ein hoffentlich makelloses Nexus 7 nutzen.

Wenn ich eine Alternative wählen müsste, würde ich wohl das Asus Transformer Pad TF300T oder Acer Iconia Tab A510 wählen. Beide bieten eine sehr lange Akkulaufzeit und einen Nvidia Tegra 3 Quad Core Prozessor.

Wer nun noch Fragen hat, egal ob zum Tablet oder Import aus England, kann sich gerne in den Kommentaren oder direkt per Kontaktforumlar an mich wenden. Ich helfe natürlich gerne, wo ich kann. ;-)

Tipp: Wer das Nexus 7 auch importiert hat und nicht sicher ist, wie man den 15 Pfund bzw. 25 Dollar Play Store Gutschein einlöst, kann sich hier meine Anleitung durchlesen.

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