Toshiba AT300 mit Nvidia Tegra 3 im Test (Videos)

Toshiba AT300 mit Nvidia Tegra 3 im Test (Videos)

Mittlerweile gibt es einige Android Tablets mit Nvidia Tegra 3 Quad Core Prozessor. Während im Bereich der kleinen Tablet mit 7 Zoll das Nexus 7 (Testbericht) in meinen Augen eindeutig die Nase vorn hat, ist der 10.1″ Bereich hart umkämpft. Das erst seit einigen Tagen auf den Markt befindliche Acer Iconia A210 kommt mit einem Preis von 299€ und bietet im Grunde alles was man braucht, verzichtet aber auch auf einige wichtige Dinge.

Toshiba Deutschland hat mir freundlicherweise das AT300-101 mit 16GB internem Speicher für einen Test zur Verfügung gestellt und so kann ich euch in den folgenden Zeilen, Fotos und Videos meinen Eindruck vom Tablet präsentieren.

Hardware

Das Toshiba AT300 ist wirklich dünn mit nur 9 mm und auch ziemlich leicht mit unter 600 Gramm. Zudem fühlt es sich sehr kompakt und fest an, liegt dank den leicht abgerundeten Kanten auch gut in den Hand. Anders als viele Hersteller setzt Toshiba auf etwas bessere Materialien und so kommt man in den Genuss einer schicken Aluminium Rückseite, die dann auch noch leicht geriffelt ist und somit noch besser in der Hand liegt. Das Problem, dass man beim AT200 noch auf die Rückseite drücken kann und Wellen erzeugt, besteht bei diesem Modell nicht mehr.

Das komplette Tablet ist wirklich sehr gut verarbeitet und beherbergt einige Features, die man bei der günstigen Konkurrenz vergeblich sucht. So bietet das AT300 sehr viele Anschlüsse und sogar die Möglichkeit eine komplette SD-Karte im Gehäuse zu versenken. Obwohl die Karte komplett verschwindet bleibt eine scharfe Kante von der Aluminium Rückseite, weil sich die Kappe mit eingelegter SD-Karte nicht verdecken lässt.

Da der SD-Karten Slot auf der rechten Seite sitzt, und man genau an diese Stelle kommt, während man das Tablet in den Hand hält, entsteht schon nach kurzer Zeit ein unangenehmes Gefühl. Dort hätte ich mir eine kleine Klappe gewünscht, welche das Loch dann auch wieder verschließt, wenn eine SD-Karte eingelegt ist.

Ansonsten befindet sich auf der Rückseite noch eine 5MP Kamera, die auch brauchbare Bilder und Videos macht. Man darf hier aber keine Wunder erwarten, ich mache generell keine Fotos mit dem Tablet, das sieht einfach nur komisch aus. Wenn man jemandem aber etwas per Skype zeigen will, ist eine Kamera auf der Rückseite auch nicht verkehrt. Erst neulich wollte ich das in Polen bei meinem Opa machen, doch da wurde es dann umständlich weil das Nexus 7 nur eine Frontkamera besitzt. Der LED-Blitz liefert im Übrigen genug Helligkeit für Fotos auch bei schummrigen Licht.

Kommen wir zur Front, wo sich das 10.1″ Display befindet, welches eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln besitzt. Das Display wird von Gorilla Glass geschützt und bietet auch im Freien eine angenehme Helligkeit. Außerdem ist an der Front noch eine 2MP Kamera verbaut, die sich perfekt für Videotelefonie eignet. Das Bild war stets gut, wenn es aber zu dunkel wird, auch schnell grieselig.

Anschlüsse sind reichlich vorhanden, neben dem bereits erwähnten SD-Karten Slot auch noch ein Micro-USB, Micro-HDMI und Kopfhörer Anschluss.

Auf der Unterseite befindet sich dann der große Dock Anschluss zum Aufladen. Das Kabel, das Netzteil und der Adapter sind geradezu riesig. Hat natürlich auch den Vorteil, dass das Tablet schnell geladen werden kann, benötigt aber auch viel Platz beim Transport. Das Kabel ist angenehm lang und Tablet kann auch während des Ladens genutzt werden, ohne das man 30 cm von der Steckdose sitzen muss.

Was man an dem Foto eventuell auch sehen kann, bzw. dann beim Fazit im Video, ist ein schwarzer Rahmen um das Display. Dort ist ein minimaler Spalt welcher leider gerade groß genug ist um Staub aufzunehmen. Das Display wird dadurch zwar besser geschützt aber ein fließender Übergang ohne Rahmen ist mir immer lieber.

Software, Performance und Akkuleistung

Toshiba verwendet bei AT300 immer noch Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich und hat die Oberfläche nur etwas erweitert. Am Design von Android wurde nicht rumgepfuscht sondern nur zusätzliche Apps installiert. So hat der Nvidia Tegra 3 Quad Core Prozessor mit 1.3GHz und 1GB RAM auch leichtes Spiel. Sowohl der Homescreen als auch der Browser oder Spiele laufen absolut flüssig.

Optimiert wurde der Sound durch SRS und die Videoausgabe. Während man von der Verbesserungen beim Video nicht wirklich etwas sehen kann, sind die Optimierungen beim Sound richtig gut. Die Lautsprecher beim AT300 sind an der Unterseite und können somit kaum verdeckt werden. Durch den SRS-Sound wirkt Musik richtig voluminös und laut. So gute Lautsprecher habe ich bisher noch bei keinem Tablet wahrgenommen. Auch wenn man die Lautstärke voll aufdreht bringt man die Lautsprecher nicht an ihre Grenzen und erzeugt Klirren oder sonstige Störungen. Musik wirkt mit eingeschalteten Optimierungen richtig gut.

Der Browser wurde auch nicht angefasst, wir haben hier den ganzen normalen Android Browser und können damit sehr flüssig im Internet surfen. Im Video zeige ich die Performance dann auch noch einmal. Ein YouTube Video in 1080p direkt über den Browser läuft problemlos.

In den Optionen gibt es einen ausgeglichenen Energiemodus, welcher das Tablet deutlich runtertaktet und in der Farbdarstellung des Display abgraut. In diesem Modus schont man zwar den Akku büßt aber deutlich in der Performance ein. Der Browser läuft nicht mehr so flüssig und der Helligkeitssensor dunkelt das Display zu stark ab. Die Farben wirken nicht mehr so schön und eher gräulich. Es legt sich ein leichter Schleier auf das Bild.

Ich habe das Tablet nur im normalen Modus benutzt, so kam ich auf eine Akkulaufzeit von ca. 2 Tagen, wenn ich täglich so 3-4 Stunden gesurft und gespielt habe. Das ist ein wenig knapp, denn mit anderen Geräten kam ich mit meinem Nutzungsverhalten auch schon auf 3 Tage und musste das Tablet erst dann aufladen.

Benchmarks

Der Nvidia Tegra 3 Quad Core mit 1.3GHz und 1GB DDR3 RAM bietet natürlich genug Leistung für alle Anwendungen. Im folgenden gibt es die obligatorischen Benchmarks.

  • AnTuTu: 11338 Punkte
  • CF-Bench: 3632 Punkte
  • NenaMark2: 49.6 FPS
  • Quadrant: 4075 Punkte
  • Vellamo: 1547 Punkte

Spielen

Natürlich hab ich mit dem Tablet auch gespielt und die Spiele oben im Bild in einem Video festgehalten. Erfreulicherweise wird das Tablet auch nach längerem Spielen nicht zu warm. Das hab ich bei diversen Tegra 3 Geräten schon anders erlebt. Toshiba schafft es die Wärme des Tegra 3 anscheinend gut abzuführen und so macht es richtig Spaß z.B. Dead Trigger zu spielen. Per HDMI lässt sich das Bild dann auch noch auf einen großen Fernseher übertragen und per USB mit einem Controller steuern.

Direktlink

Fazit und Video

Ich muss ehrlich sagen, das Toshiba AT300 hat mich überrascht. Es fühlt sich hochwertig an, bietet eine fast unveränderte Android Oberfläche und eine richtig guter Performance. Es ist sehr gut verarbeitet, bietet genug Anschlüsse und sogar einen Platz für eine komplette SD-Karte. Gespart wurde weder an der rückwertigen Kamera, noch an einem kratzfesten Display. Etwas besser hätte nur der Akku sein können. Aktuell kostet es in der 16GB WiFi-Version sogar nur ca. 380€ und ist somit günstiger als die vergleichbar ausgestattet Konkurrenz.

Abschließend gibt es dann auch mein komplettes Review Video:

Direktlink

  • http://twitter.com/HDScurox Alexander Resch

    Wirklich schönes Tablet, habe es mir im MM auch angeschaut. Tolles Display, super dünn und leicht. Dagegen wirkt das A210 wie ein Schwergewicht.

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